Wegen einer Erkrankung der Stimmbänder musste die für Dezember und Januar geplante Tour von Stefanie Heinzmann ins Frühjahr 2010 verschoben werden. Das neue Album „Roots To Grow" präsentiert das wiedergenesene, junge Stimmwunder auf einer exklusiven Schweizer Clubtour im Mai auch im Z7.
Von null auf 100 in 18 Monaten. Wenn Stefanie Heinzmann auf die letzten anderthalb Jahre zurückblickt, kann sie selbst nicht glauben, was alles passiert ist und welch kometenhafte Karriere sie hingelegt hat: „Am Anfang war es so: Ich komme da hin und kenne die Situation nicht. Ich habe noch nichts von allem gesehen. Ich war deshalb unfassbar unsicher. Ich dachte, ich mache alles falsch, was tue ich hier?“ Der Sieg in Stefan Raabs Casting Show hat Stefanie in ein Parallel-Universum katapultiert. Eine fremde Welt, die ihr anfangs seltsam anmutete und auch Angst machte. Noch heute schüttelt sie lächelnd den Kopf, wenn sie sich ihre damaligen Gefühle in Erinnerung ruft. „Letztes Jahr wurde ich ins kalte Wasser geschmissen. Es hat sich alles gedreht in meinem Leben. Überall fremde Leute, die alle etwas von mir wollten.“ Klar, die Menschen, die Macher, die Maschinerie: alles irgendwie erschreckend für ein 18-jähriges Mädchen aus dem Schweizer Ländle. Doch Stefanie ist zäher, als man denkt. Ja, sie fiel ins eiskalte Wasser. Sie ging ein paar Mal unter, hat Wasser geschluckt, nach Atem gerungen. Aber sie hat sich freigeschwommen. Aus eigener Kraft. „Nach anderthalb Jahren weiß ich genau, was ich zu tun habe. Ich weiss, wo mein Platz ist und was mein Job ist. Dieses Bewusstsein, was ich tue und mit wem ich es tue, das ist jetzt da und gibt mir viel Sicherheit. Ich fühle mich jetzt wohl in dem ganzen Getümmel.“
Der Sound des neuen Albums ist vertraut Heinzmann, aber dennoch neu. Ausgefeilter, abenteuerlicher, atemberaubender–aber trotzdem so, wie es Stefanie auch ist: einfach echt. Sie hat sich nicht nur mehr Zeit für das 2. Album genommen, sie hat auch probiert, jongliert und experimentiert, sich für Neues geöffnet und dadurch noch besser als Künstlerin kennen gelernt. Das hört man. Die neuen Songs mischen noch immer gekonnt Funk, Soul und Pop, klingen aber insgesamt musikalischer und bombastischer.
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